Vorkaufsrecht für Mieter bei Wohnungsverkauf

Vorkaufsrecht für Mieter bei Wohnungsverkauf

Vor dem Verkauf ihrer Wohnung müssen Mieter immer informiert werden. Als Käufer sollen sie vom Eigentümer bevorzugt werden. Werden sie benachteiligt, ist Schadenersatz fällig, urteilte der BGH.

Mieter können Schadenersatz verlangen, wenn sie bei Wohnungsverkäufen nicht über ihr Vorkaufsrecht informiert und dadurch benachteiligt werden. Dies hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az.: VIII ZR 51/14). Die Höhe des Schadenersatzes richtet sich nach dem für den Mieter entgangenen Gewinn.

In dem verhandelten Fall aus Hamburg hatte der beklagte Hausbesitzer sieben Eigentumswohnungen zum Preis von 1,3 Millionen Euro verkauft, ohne die später klagende Mieterin über ihr gesetzlich verbrieftes Vorkaufsrecht zu informieren.

Als der neue Hausbesitzer ihr dann die Wohnung für rund 266.000 Euro anbot, errechnete die Frau, dass sie bei Ausübung ihres Vorkaufsrechts die Wohnung rund 80.000 Euro billiger hätte erwerben können und forderte diesen Betrag vom damaligen Besitzer.

Der BGH entschied nun, dass Mietern ein entgangener Gewinn auch dann zustehen kann, wenn sie in solchen Fällen auf die Durchsetzung ihres Vorkaufsrechts verzichten, weil der ursprüngliche Vermieter ihnen die verkaufte Wohnung nicht mehr übereignen kann. Damit wurde der Fall zur weiteren Aufklärung an die Vorinstanz zurückverwiesen. (Quelle: welt.de)

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